[x1000info-hh] X-tausendmal quer in Heiligendamm. Eine erste Bilanz

Jürgen Fahrenkrug JFahrenkrug@gmx.de
Wed Jun 13 22:20:09 2007


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Es schreibt: Jochen Stay, Jeetzel, Wendland, 12.6.07

Liebe Freundinnen und Freunde

Ereignisreiche Tage in Rostock und Heiligendamm liegen hinter uns. Durch
die Stra=DFenschlachten von Rostock nach der gro=DFartigen und bunten
Demonstration am 2. Juni sah es zwischenzeitlich so aus, als w=FCrde die
Protestbewegung scheitern. X-tausendmal quer hat sich daraufhin noch
intensiver als urspr=FCnglich geplant, in die Vorbereitung und
Durchf=FChrung der Blockadeaktionen eingebracht.

Ich denke, wer die Bilder vom 6. und 7. Juni gesehen hat, wie tausende
=FCber Felder, W=E4lder und Wiesen die Polizeiabsperrungen umgehen und
durchflie=DFen und dann =FCber 43 Stunden die Zufahrtstra=DFen nach
Heiligendamm blockieren, der/die hat die "Handschrift" von X-tausendmal
quer eindeutig erkennen k=F6nnen. Unsere Erfahrung und unser Know-How =
von
den Castor-Blockaden waren an der Ostseek=FCste Gold wert.

Heiligendamm war immer wieder landseitig von der Au=DFenwelt
abgeschnitten. Drei Zufahrtsstra=DFen und die Bahnlinie waren von bis zu
12.000 Menschen blockiert. Manche JournalistInnen witzelten schon, jetzt
g=E4be es endlich mal wieder einen Gipfel in privater Atmosph=E4re, da =
die
riesigen Delegationen und die Presse nicht oder nur teilweise an den
Tagungsort durchkamen.

Insgesamt haben wir mit dem bunten gewaltfreien Widerstand w=E4hrend des
Gipfels die Ziele der globalisierungskritischen Bewegung deutlich
r=FCberbringen k=F6nnen. Wurde zwischen dem 2. und 5. Juni nur noch =
=FCber
Gewalt diskutiert, so waren es danach wieder die Argumente der
KritikerInnen, die auf der Tagesordnung standen.

Viele Menschen haben erstmals Erfahrung mit gewaltfreiem Widerstand
gemacht. Selbst viele, die sich sonst eher der autonomen Szene =
zugeh=F6rig
f=FChlen (oder f=FChlten), waren beeindruckt von der Effektivit=E4t und
politischen Wirkung gewaltfreier Aktion. Unsere "5-Finger-Taktik", um
Polizeiketten zu durchflie=DFen, ging durch die Medien und wird von =
vielen
internationalen AktivistInnen, die dabei waren, in ihre L=E4nder =
mitgenommen.

Alle, die von X-tausendmal quer in Heiligendamm dabei waren, sind
gl=FCcklich aber absolut ersch=F6pft wieder nach Hause gefahren. Ein =
Problem
bleibt: Wir haben dort viel mehr Geld ausgegeben, als urspr=FCnglich
geplant. Das war n=F6tig, um so viele Menschen zu organisieren, zu
versorgen und um im weitl=E4ufigen Gel=E4nde miteinander zu =
kommunizieren
(uns graut schon vor den Handy-Rechnungen).

Deshalb unsere Bitte: Wer sich =FCber die kraftvollen gewaltfreien
Blockaden und ihre Au=DFenwirkung gefreut hat, kann nachtr=E4glich etwas
dazu beitragen. Ob kleine Beitr=E4ge oder Gro=DFspenden, alles ist
willkommen. Daf=FCr sage ich schon jetzt: Danke!

Aktionskonto: X-tausendmal quer, Volksbank Clenze, Konto 24 42 28 03,
BLZ 258 619 90


Herzliche Gr=FC=DFe aus dem sch=F6nen Wendland

Jochen Stay


----

Hier noch zwei besonders sch=F6ne Kommentare aus der taz:


taz 7.6.07

Illegal, aber richtig ...
Kommentar von Rainer Metzger

Die Blockaden der Zufahrtswege zur Gipfelzone in Heiligendamm zeigen,
wie Protest auch funktionieren kann. Es geht um den gro=DFen Unterschied
zwischen zivilem Ungehorsam und Steinewerfen auf Massendemos.

Warum Tausende die Polizeisperren rund um die verbotene Zone umgehen
konnten, wei=DF wohl nur die Einsatzleitung. Klar ist, was die
=FCberraschend gro=DFen und erfolgreichen Blockaden von Stra=DFen und
Eisenbahn den Tag =FCber gebracht haben: viele positive Bilder in den
Medien =FCber friedliche Demonstranten und Protestformen. Und die Frage:
Warum nehmen die Leute vor Ort das auf sich? So wurde wieder =FCber
Inhalte diskutiert und nicht =FCber Sicherheit. Wer Steine wirft,
=FCberl=E4sst den Scharfmachern das Feld und zwingt die Protestseite in =
eine
Diskussion, die sie nicht gewinnen kann. Bei einem solchen =
Gro=DFereignis
geht es auch darum, die politische Gegenseite im Ringen um die
Mehrheitsmeinung in der Gesellschaft in die Defensive zu bringen.

Mit friedlichen Blockaden gelingt das den Gipfelkritikern eher - auch
wenn sie wie die gestrigen illegal sind, weil eine bis zu zehn Kilometer
breite Zone um das Tagungshotel gezogen wurde, in der das
Demonstrationsrecht nicht mehr gilt. Die =D6ffentlichkeit begreift sehr
wohl, wann es Argumente f=FCr einen Versto=DF gegen welche Paragrafen =
gibt
und wann nicht. Mit den bunten Bildern hat der Protest den anreisenden
Regierungschefs die Show gestohlen.

Au=DFerdem haben bei Aktionen des zivilen Ungehorsams die Provokateure
beider Seiten schlechte Karten. Sie k=F6nnen das Bild nicht bestimmen
angesichts tausender friedlich untergehakt sitzender Menschen.
Augenzeugen vermuten, einige der fr=FChen Steinewerfer in Rostock seien
Zivilbeamte der Sicherheitsdienste gewesen. Mag sein, solche Berichte
kennt man aus dem Wendland und von anderswo. Es ist blau=E4ugig,
anzunehmen, dass der Staat 100 Millionen Euro f=FCr einen G-8-Gipfel
ausgibt und nicht all seine Register zieht. Wer dann aber ebenfalls
Steine gegen den vielgeschm=E4hten "Bullenstaat" wirft, l=E4uft genau =
diesem
ins Messer. Die gestrigen Blockaden boten f=FCr alle ein Beispiel, wie =
es
friedlicher und wirksamer geht.


-----


taz vom 8.6.2007

Ein Chapeau den G-8-Blockierern
Kommentar von Robert Misik

Am Zaun von Heiligendamm wird nicht die Weltrevolution gewonnen. Auch
der Neoliberalismus wird nicht final besiegt. Noch nicht einmal die
Tobinsteuer kann herbeidemonstriert werden. Es geht darum, wer im Kampf
der Bilder gewinnt. Denn der mitsamt dem dazugeh=F6rigen Spindoctorship
ist das, worum sich heute zwar nicht alles, aber sehr viel dreht im
Hegemoniewettstreit der Ideen.

Wenn sich die Lage nicht mehr dramatisch wendet, ist der Bilderkampf
seit Mittwochnachmittag entschieden. So schnell kann es kippen: Tagelang
war vom autonomen Gewaltexzess die Rede, mit dem fulminanten Erfolg der
Block-G8-Aktionen ist alles anders geworden. Welch wunderbaren Bilder
produzierte die Bewegung! Junge, fr=F6hliche, trickreiche Leute in
Kornfeld und Heidelandschaft, die sich nicht verscheuchen lie=DFen, aber
ebenso entschlossen waren, die Grenzen zu wahren. Und dazu der
symbolische Triumph: der Landweg zum Gipfel abgeschnitten; der
Gipfeltross, der von der Marine auf dem Seeweg in die Heiligendammer
Hochsicherheitszone gebracht werden muss. Zuletzt hat das in Seattle so
gut geklappt. Ein Chapeau denen, die das orchestriert haben.

Da kann man sich auch wegzerren lassen, zumal wenn die Wegzerrer Bilder
produzieren wie die der groben, roh zupackenden Einsatzpolizisten in
ihren Kampfmaschinenoutfits. Man fragt sich, wie dumm die eigentlich
sind. Ein bisschen Medienbewusstsein kann man heute bei jedem
Kleing=E4rtner voraussetzen. Polizeieinsatzleitern dagegen verschwenden
offenbar keinen Gedanken darauf, welche Figur ihre Leute in den
Abendnachrichten machen. Dazu als Kr=F6nung: 1.000 Verletzte, rund 500
verletzte Polizisten, davon 20 schwer, hie=DF es nach Rostock. Jetzt
wissen wir: Die z=E4hlen jede B=E4nderdehnung als schwere Verletzung. Zu =
den
leichten Verletzungen z=E4hlt Augenreizung. Dabei z=E4hlt das doch eher =
zu
Selbstverst=FCmmelung beim Tr=E4nengasverschie=DFen.

Nach diesem =FCberzogenen Spindoctorship von "hunderten Verletzten" =
glaubt
denen k=FCnftig keiner mehr etwas. Nicht einmal gutgl=E4ubige Leute wie =
ich,
die bisher vorausgesetzt hatten, dass die Regeln moderner
Kommunikationsstrategien mittlerweile auch die Beh=F6rdenseite kennt.

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Erfahrung und unser Know-How von<BR>den Castor-Blockaden waren an der=20
Ostseek=FCste Gold wert.<BR><BR>Heiligendamm war immer wieder landseitig =
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Au=DFenwelt<BR>abgeschnitten. Drei Zufahrtsstra=DFen und die Bahnlinie =
waren von bis=20
zu<BR>12.000 Menschen blockiert. Manche JournalistInnen witzelten schon, =

jetzt<BR>g=E4be es endlich mal wieder einen Gipfel in privater =
Atmosph=E4re, da=20
die<BR>riesigen Delegationen und die Presse nicht oder nur teilweise an=20
den<BR>Tagungsort durchkamen.<BR><BR>Insgesamt haben wir mit dem bunten=20
gewaltfreien Widerstand w=E4hrend des<BR>Gipfels die Ziele der=20
globalisierungskritischen Bewegung deutlich<BR>r=FCberbringen k=F6nnen. =
Wurde=20
zwischen dem 2. und 5. Juni nur noch =FCber<BR>Gewalt diskutiert, so =
waren es=20
danach wieder die Argumente der<BR>KritikerInnen, die auf der =
Tagesordnung=20
standen.<BR><BR>Viele Menschen haben erstmals Erfahrung mit gewaltfreiem =

Widerstand<BR>gemacht. Selbst viele, die sich sonst eher der autonomen =
Szene=20
zugeh=F6rig<BR>f=FChlen (oder f=FChlten), waren beeindruckt von der =
Effektivit=E4t=20
und<BR>politischen Wirkung gewaltfreier Aktion. Unsere =
"5-Finger-Taktik",=20
um<BR>Polizeiketten zu durchflie=DFen, ging durch die Medien und wird =
von=20
vielen<BR>internationalen AktivistInnen, die dabei waren, in ihre =
L=E4nder=20
mitgenommen.<BR><BR>Alle, die von X-tausendmal quer in Heiligendamm =
dabei waren,=20
sind<BR>gl=FCcklich aber absolut ersch=F6pft wieder nach Hause gefahren. =
Ein=20
Problem<BR>bleibt: Wir haben dort viel mehr Geld ausgegeben, als=20
urspr=FCnglich<BR>geplant. Das war n=F6tig, um so viele Menschen zu =
organisieren,=20
zu<BR>versorgen und um im weitl=E4ufigen Gel=E4nde miteinander zu=20
kommunizieren<BR>(uns graut schon vor den =
Handy-Rechnungen).<BR><BR>Deshalb=20
unsere Bitte: Wer sich =FCber die kraftvollen gewaltfreien<BR>Blockaden =
und ihre=20
Au=DFenwirkung gefreut hat, kann nachtr=E4glich etwas<BR>dazu beitragen. =
Ob kleine=20
Beitr=E4ge oder Gro=DFspenden, alles ist<BR>willkommen. Daf=FCr sage ich =
schon jetzt:=20
Danke!<BR><BR>Aktionskonto: X-tausendmal quer, Volksbank Clenze, Konto =
24 42 28=20
03,<BR>BLZ 258 619 90<BR><BR><BR>Herzliche Gr=FC=DFe aus dem sch=F6nen=20
Wendland<BR><BR>Jochen Stay<BR><BR><BR>----<BR><BR>Hier noch zwei =
besonders=20
sch=F6ne Kommentare aus der taz:<BR><BR><BR>taz 7.6.07<BR><BR>Illegal, =
aber=20
richtig ...<BR>Kommentar von Rainer Metzger<BR><BR>Die Blockaden der=20
Zufahrtswege zur Gipfelzone in Heiligendamm zeigen,<BR>wie Protest auch=20
funktionieren kann. Es geht um den gro=DFen Unterschied<BR>zwischen =
zivilem=20
Ungehorsam und Steinewerfen auf Massendemos.<BR><BR>Warum Tausende die=20
Polizeisperren rund um die verbotene Zone umgehen<BR>konnten, wei=DF =
wohl nur die=20
Einsatzleitung. Klar ist, was die<BR>=FCberraschend gro=DFen und =
erfolgreichen=20
Blockaden von Stra=DFen und<BR>Eisenbahn den Tag =FCber gebracht haben: =
viele=20
positive Bilder in den<BR>Medien =FCber friedliche Demonstranten und=20
Protestformen. Und die Frage:<BR>Warum nehmen die Leute vor Ort das auf =
sich? So=20
wurde wieder =FCber<BR>Inhalte diskutiert und nicht =FCber Sicherheit. =
Wer Steine=20
wirft,<BR>=FCberl=E4sst den Scharfmachern das Feld und zwingt die =
Protestseite in=20
eine<BR>Diskussion, die sie nicht gewinnen kann. Bei einem solchen=20
Gro=DFereignis<BR>geht es auch darum, die politische Gegenseite im =
Ringen um=20
die<BR>Mehrheitsmeinung in der Gesellschaft in die Defensive zu=20
bringen.<BR><BR>Mit friedlichen Blockaden gelingt das den =
Gipfelkritikern eher -=20
auch<BR>wenn sie wie die gestrigen illegal sind, weil eine bis zu zehn=20
Kilometer<BR>breite Zone um das Tagungshotel gezogen wurde, in der=20
das<BR>Demonstrationsrecht nicht mehr gilt. Die =D6ffentlichkeit =
begreift=20
sehr<BR>wohl, wann es Argumente f=FCr einen Versto=DF gegen welche =
Paragrafen=20
gibt<BR>und wann nicht. Mit den bunten Bildern hat der Protest den=20
anreisenden<BR>Regierungschefs die Show gestohlen.<BR><BR>Au=DFerdem =
haben bei=20
Aktionen des zivilen Ungehorsams die Provokateure<BR>beider Seiten =
schlechte=20
Karten. Sie k=F6nnen das Bild nicht bestimmen<BR>angesichts tausender =
friedlich=20
untergehakt sitzender Menschen.<BR>Augenzeugen vermuten, einige der =
fr=FChen=20
Steinewerfer in Rostock seien<BR>Zivilbeamte der Sicherheitsdienste =
gewesen. Mag=20
sein, solche Berichte<BR>kennt man aus dem Wendland und von anderswo. Es =
ist=20
blau=E4ugig,<BR>anzunehmen, dass der Staat 100 Millionen Euro f=FCr =
einen=20
G-8-Gipfel<BR>ausgibt und nicht all seine Register zieht. Wer dann aber=20
ebenfalls<BR>Steine gegen den vielgeschm=E4hten "Bullenstaat" wirft, =
l=E4uft genau=20
diesem<BR>ins Messer. Die gestrigen Blockaden boten f=FCr alle ein =
Beispiel, wie=20
es<BR>friedlicher und wirksamer geht.<BR><BR><BR>-----<BR><BR><BR>taz =
vom=20
8.6.2007<BR><BR>Ein Chapeau den G-8-Blockierern<BR>Kommentar von Robert=20
Misik<BR><BR>Am Zaun von Heiligendamm wird nicht die Weltrevolution =
gewonnen.=20
Auch<BR>der Neoliberalismus wird nicht final besiegt. Noch nicht einmal=20
die<BR>Tobinsteuer kann herbeidemonstriert werden. Es geht darum, wer im =

Kampf<BR>der Bilder gewinnt. Denn der mitsamt dem dazugeh=F6rigen=20
Spindoctorship<BR>ist das, worum sich heute zwar nicht alles, aber sehr =
viel=20
dreht im<BR>Hegemoniewettstreit der Ideen.<BR><BR>Wenn sich die Lage =
nicht mehr=20
dramatisch wendet, ist der Bilderkampf<BR>seit Mittwochnachmittag =
entschieden.=20
So schnell kann es kippen: Tagelang<BR>war vom autonomen Gewaltexzess =
die Rede,=20
mit dem fulminanten Erfolg der<BR>Block-G8-Aktionen ist alles anders =
geworden.=20
Welch wunderbaren Bilder<BR>produzierte die Bewegung! Junge, =
fr=F6hliche,=20
trickreiche Leute in<BR>Kornfeld und Heidelandschaft, die sich nicht=20
verscheuchen lie=DFen, aber<BR>ebenso entschlossen waren, die Grenzen zu =
wahren.=20
Und dazu der<BR>symbolische Triumph: der Landweg zum Gipfel =
abgeschnitten;=20
der<BR>Gipfeltross, der von der Marine auf dem Seeweg in die=20
Heiligendammer<BR>Hochsicherheitszone gebracht werden muss. Zuletzt hat =
das in=20
Seattle so<BR>gut geklappt. Ein Chapeau denen, die das orchestriert=20
haben.<BR><BR>Da kann man sich auch wegzerren lassen, zumal wenn die =
Wegzerrer=20
Bilder<BR>produzieren wie die der groben, roh zupackenden =
Einsatzpolizisten=20
in<BR>ihren Kampfmaschinenoutfits. Man fragt sich, wie dumm die=20
eigentlich<BR>sind. Ein bisschen Medienbewusstsein kann man heute bei=20
jedem<BR>Kleing=E4rtner voraussetzen. Polizeieinsatzleitern dagegen=20
verschwenden<BR>offenbar keinen Gedanken darauf, welche Figur ihre Leute =
in=20
den<BR>Abendnachrichten machen. Dazu als Kr=F6nung: 1.000 Verletzte, =
rund=20
500<BR>verletzte Polizisten, davon 20 schwer, hie=DF es nach Rostock.=20
Jetzt<BR>wissen wir: Die z=E4hlen jede B=E4nderdehnung als schwere =
Verletzung. Zu=20
den<BR>leichten Verletzungen z=E4hlt Augenreizung. Dabei z=E4hlt das =
doch eher=20
zu<BR>Selbstverst=FCmmelung beim Tr=E4nengasverschie=DFen.<BR><BR>Nach =
diesem=20
=FCberzogenen Spindoctorship von "hunderten Verletzten" glaubt<BR>denen =
k=FCnftig=20
keiner mehr etwas. Nicht einmal gutgl=E4ubige Leute wie ich,<BR>die =
bisher=20
vorausgesetzt hatten, dass die Regeln =
moderner<BR>Kommunikationsstrategien=20
mittlerweile auch die Beh=F6rdenseite kennt.</DIV></BODY></HTML>

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